Rücklagen bilden

Rücklagen bilden

 

Für Notfälle ist es immer wichtig Geld in Form von Rücklagen parat zu haben. Vor unvorhersehbaren Ereignissen, wie zum Beispiel die Waschmaschine geht kaputt oder eine größere Reparatur für das Auto ist fällig kann man sich schützen, indem ein finanzielles Polster gebildet wird. Als Faustregel dient dabei, drei Monatseinkommen (Netto) auf die hohe Kante zu legen. Bei Familien mit Kindern fallen häufiger mal ungeplante Ausgaben an, als zum Beispiel bei einem Singlehaushalt. Eine ausreichende Rücklage kann somit für größere Anschaffungen genutzt werden, ohne dass eine Finanzierung erfolgen muss. Zudem bietet eine solche Reserve viel Sicherheit, auch bei Krankheitsfällen.

Eine Rücklage aufbauen

Wenn keine finanzielle Rücklage besteht, kann diese jederzeit angelegt werden. Das Zauberwort dafür heißt „Sparen“, also der Verzicht auf Konsum. Dies gelingt am besten, wenn jeden Monat ein fester Betrag vom Einkommen zurückgelegt und auf die hohe Kante gelegt wird. Aber auch von Sonderzahlungen, wie zum Beispiel Weihnachts- oder Urlaubsgeld kann ein Teil abgezwackt werden und als Reserve genutzt werden.

Wo soll das Ersparte hin?

Rücklagen bilden und zufrieden sein

Rücklagen bilden und zufrieden sein

Das ersparte Geld zu Hause aufbewahren ist keine gute Idee, denn auch wenn eine Hausratversicherung besteht, verweigern die meisten Gesellschaften bei einem Einbruch oder Diebstahl die Erstattung. Am besten ist es die Rücklagen zu einer Bank zu bringen. Auch wenn es in der heutigen Zeit nur geringe Zinsen am Kapitalmarkt gibt, ist das Geld hier sicher aufbewahrt. Ein klassisches Sparbuch oder Tagesgeldkonto wäre auf jeden Fall eine Idee. Eine Anlageform in Aktien- oder Immobilienfonds ist nicht zu empfehlen, da diese zu riskant sind und umständlich zu handhaben sind. Eine Rücklage sollte immer so angelegt sein, dass bei einem Notfall ein sofortiger Zugriff (Auszahlung) erfolgen kann.

Vorteil durch Sicherheit

Der finanzielle Notgroschen sollte auf jeden Fall sicher angelegt sein, die Rendite ist in diesem Fall zweitrangig. Als Basis dienen regelmäßige Einzahlungen und auch Sonderzahlungen. Durch Zinsen und Zinseszinsen kann das kleine Vermögen dann noch etwas wachsen. Eine solche Rücklage muss auch nicht die ganze Zeit in ein und derselben Anlageform stecken. Je nachdem, wie sich der Geldmarkt entwickelt, kann auch umgeschichtet werden, doch das Thema Sicherheit muss immer an oberster Stelle stehen. Um erzielte Zinserträge nicht an das Finanzamt zu verlieren, bedarf es eines Freistellungsauftrages.

Sparen ist der eigene Lohn

Wenn bereits ein erster ansehnlicher Betrag angespart wurde, kann dies helfen die Motivation zu steigern und für die Zukunft noch mehr Geld auf die Seite zu legen. Der Gedanke dahinter ist der, auf etwas im Leben zu verzichten (in diesem Fall Konsumgüter) und etwas dafür zurückzulegen. Bereits kleine Beträge können nach einigen Jahren zu einem ansehnlichen Betrag anwachsen. Wenn man diese Gewohnheit erst einmal verinnerlicht hat, darf der Betrag auch vergrößert werden. Es kommt es vor allem auf ein langfristiges Vorhaben an, denn so kann das eigene Nettovermögen im Laufe der Zeit weiter anwachsen, wobei sich die finanzielle Freiheit damit verbessert. Auch wenn der Anfang schwer fällt, mit der Zeit kommen die ersten Erfolge.

Bewusster Leben durch Rücklagen bilden

Sparen bedeutet nicht den Verzicht oder eine Minderung der eigenen Lebensqualität. Es stellt ein bewussteres Leben dar, auch mal auf Dinge zu verzichten, die nicht unbedingt notwendig sein müssen. Das gesparte Geld stellt kein totes Kapital dar, denn es steht ja sofort zur Verfügung wenn es gebraucht wird. Auch ohne viel Geld auszugeben, kann ein glückliches und zufriedenes Leben geführt werden. Sparen ist eine Einstellungssache, die häufig schon in Kindesjahren geprägt wird und sich bis in hohe Alter fortziehen kann. Auch wenn es früher vielleicht nur ein paar Münzen waren, die in ein Sparschwein gesteckt wurden, so konnte ein Bewusstsein zum Sparen erlernt werden. Später im Erwachsenenalter darf es deutlich mehr sein, um eine Rücklage zu bilden.