Haushaltsplan erstellen

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Haushaltsplan erstellen um sich vor der Schuldenfalle zu retten

 

Es geht doch vielen gleich, zwar nicht allen, aber vielen: Am Ende des Monats bleibt kein Geld mehr übrig. Die Kosten für Lebensmittel und Mieten sind so ins exorbitante gestiegen, dass das Geld in der Mitte des Monats schon ausgegeben ist. Es ist deshalb durchaus ratsam, einen Haushaltsplan aufzustellen, um einmal zu sehen, wohin das Geld überhaupt fließt. Oft übersieht man nämlich das immer weitere Hineinschlittern in die Schuldenfalle. Vor allem kleine Selbständige und Alleinerzieherinnen trifft dies oft. Konten werden immer weiter überzogen, bis die Bank dann plötzlich den gesamten Überziehungsrahmen auf EINMAL wieder zurück haben möchte. Und dann beginnt das Dilemma, welches sich wie eine Würgeschlange um den Hals legt. Meistens ist es schon weiter als man denken mag, fragen Sie einen Schuldnerberater Mainz um Klarheit zu schaffen.

 

Haushaltsplan auf ein Jahr anlegen

 

Ein Haushaltsplan, der auf ein Jahr angelegt ist, hilft einen Überblick zu behalten, was Geldangelegenheiten betrifft. Wieso ein Jahr und nicht ein Monat? Nun, viele Versicherungen und Ausgaben fallen nicht jeden Monat an, sondern nur vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich, weshalb schon hier der Trugschluss beginnt. Bei einer Aufstellung für ein Jahr kann man danach den Jahreshaushalt auf 12 Monate aufteilen. Damit kalkuliert man, was jeden Monat anteilig zurückgelegt werden muss, um nicht ins Trudeln zu kommen.

 

Der Plan

 

Einen Haushaltsplan erstellen

Einen Haushaltsplan erstellen

Im Haushaltsplan sind unterschiedliche Kosten zu berücksichtigen:
1) Miete
2) Betriebskosten der Wohnung – also Warmwasser, Heizung und Strom
3) Telefon und Internet
4) Auto: Anschaffungskosten, Reparaturen und Benzin, sowie Parkgebühren und Autobahnplakette
5) Verkehrsmittel wie Jahreskarte Verkehrsbetriebe
6) Lebensmittel
7) Versicherungen
8) Kinder – Kosten wie Schule, Kurse, Taschengeld
9) Kleider und Schuhe
10) Anschaffungen – darunter fallen Kühlschrank, Computer, Möbel
11) Haushaltsartikel
12) Schuldenrückzahlungen – Kreditraten
13) Bankspesen und Kreditzinsen
14) Urlaube und Reisen
15) Alimente
16) Gesundheit – Zähne und Vorsorge
17) Geschenke: Geburtstage und Weihnachten
18) Unvorhergesehenes

Je genauer der Plan ist, umso leichter lassen sich die benötigten Ausgaben abschätzen. Man sollte beim Haushaltsplan erstellen die Punkte, die unbedingt notwendig sind, in einer Überlebens-Unterkategorie zusammenfassen. Damit sind die zum Überleben wichtigsten Bereiche erfasst und eine Mindestsumme ist erhoben, die erforderlich ist. Zum Beispiel wären das Miete, Betriebskosten, Lebensmittel, Telefon und Alimente. Alles Weitere kann dann, je nach Situation, eingearbeitet werden. Mit dieser Mindestsumme lässt sich auch schon berechnen, welche Kreditraten möglich sind, indem das Einkommen gegen die Ausgaben gegengerechnet werden.

Prinzipiell sollte man versuchen, wenn man schon in einer prekären finanziellen Situation ist, die Bankforderungen und Kreditzinsen immer zu bezahlen. Es wird zum Beispiel bei Arbeitslosigkeit schwerer werden, einen Kredit zu erhalten. Es kann auch sein, dass bei Nichtbezahlung der Raten die Bank den Kredit sofort fällig stellt. Deshalb ist wichtig, dass man den Banken signalisiert, dass man seine Finanzen im Griff hat. Welcher Spielraum dabei offen steht, ergibt sich durch das Haushaltsplan erstellen.

 

Ehrlich zu sich selbst sein

 

Wesentlich ist, dass man zu sich selbst ehrlich ist. Wie viele Schulden habe ich wirklich? Was gebe ich wirklich aus? Hier gilt es genau hinzuschauen und sich der Realität zu stellen. Mit einem ehrlichen Haushaltsplan und einer ehrlichen Schuldenaufstellung hat man schon die halbe Arbeit gemacht. Die Zahlen sind an die Oberfläche gekommen und sichtbar geworden. Es ist möglich, falls notwendig, gegenzusteuern. Zum Beispiel verzichtet man dann eben auf einen Urlaub oder auf die neuen Schuhe. Oder man versucht die Versicherungen zu reduzieren, indem man die Verträge einmal durchforstet. Auch beim Telefon lässt sich meist einiges sparen, wenn man genau hinschaut. Einen Haushaltsplan erstellen rentiert sich also in jedem Fall, weil damit jene Zahlen und Spielräume OFFEN-SICHTLICH werden, die sonst nur so vage und grob im Gehirn herumschwirren.

Der Nachteil eines solchen Plans ist allerdings, dass man nicht mehr unschuldig in den Tag hineinlebt. Dies sollte man bei knapper Kasse aber sowieso vermeiden.